Dazug´hören?
Das Menschlichste was wir haben, ist doch
die Sprache, und wir haben sie, um zu sprechen (Fontane).
Vorwort
Über das Gehör und Hören
Bedeutung
Wir junge Schwerhörige
Und es geht doch!
Hören ist ein
zentrales Lebensereignis!
Danksagung
Vorwort:
Grundsätzlich soll man auf einer Homepage keine überlangen Artikel
präsentieren, da sie dann vielfach oft nicht mehr gelesen werden.
„Junge Stimme“ ist es aber zuwenig, nur eine Homepage
aufzustellen, in der sich nur die junge Gruppe repräsentiert. Wir
wollen das Thema Schwerhörigkeit in Bezug auf unserer Geschichte und
anlehnend an andere Betroffene näher bringen.
Wir denken, für all jene für die Schwerhörigkeit ein Thema ist, ist
ein überlanger Artikel aus dem Internet ein kleineres Übel.
Vielleicht sind wir später einmal in der Lage, aus der derzeit eher
einfach gehaltenen Homepage einen professionelleren Auftritt zu
gestalten.
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Über das Gehör und das
Hören
Bereits im fünften Monat der Schwangerschaft ist das Gehör eines
Embryos vollständig (!) entwickelt. Es hört im Bauch der Mutter. Mit
seinem Hören steht der erste Gesprächspartner schon fest – die
Mutter - und der Embryo zeigt bereits Regungen auf Gesprochenes, Musik
usw. Somit ist das Bindeglied für das "Angenommen werden" angeknüpft
– ein ganz wichtiges Bindeglied. Angesprochen zu werden bedeutet
akzeptiert zu werden, man ist inmitten von Menschen. Die Kommunikation
ist perfekt – communia aus dem lat. = gemeinsam. Was man hört ist
das, was man hören will. Man trägt das hinaus, was man zurück haben
möchte und das kann vielfältig sein.
Die Sprache des Menschen besteht nicht bloß aus Lauten, die hin und
her transportiert werden, sondern sie vermittelt Stimmungen und
Botschaften. Die Sprachmelodie bestimmt die aktuelle Gefühls- und
Meinungsebene. In der Betonung der Sprache liegt Freude, Trauer,
Erstaunen, Misstrauen, Humor, Begeisterung, Selbstbewusstsein,
Unsicherheit, Nervosität, Unruhe und Ruhe, Beruhigung und vieles
mehr. Und ganz wichtig, die Liebe!
Über das Ohr ist das Erlernen der gemeinsamen Sprache wie auch das eigene
Sprechen bestimmt - und damit die geistige und soziale Entwicklung
von Kindheit an.
Die Wahrnehmung von Sprache und Musik, das Angesprochen werden ist für
die Entwicklung der Persönlichkeit eines Menschen von größter
Wichtigkeit. Die komplizierte Anlage des Ohres hat mehrfache und
wichtige Funktionen: Alarmierung- und Orientierungsfunktion,
Kommunikation und Wahrnehmungsfunktion, Aktivierungs- und
Informationsfunktion.
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Bedeutung
In Punkto Informationsgewinn aus dem Umfeld ist das Ohr, was Aufnahmefähigkeit
und Geschwindigkeit betrifft, gemeinhin das schnellste Sinnesorgan, das
ein Mensch hat.
Wenn das Ohr hier nicht so richtig mitspielt, ist man in der
Aufnahmefähigkeit von Informationen und Eindrücken im entscheidenden
Nachteil. Dies macht sich für die jüngsten Schwerhörigen im
Erlernen der gemeinsamen Sprache besonders bemerkbar, schließlich
blockiert eine Schädigung des Gehörs noch vor dem Erlernen der
gemeinsamen Sprache den Entwicklungsprozess eines Kindes zu geistiger
und sozialer Reife, sowie Persönlichkeits-identifikation und –festigung.
Das Ohr als vervollständigende Sinnesorgan für die Aufnahme und
Verarbeitung von Eindrücken, Einflüssen spielt nicht mehr mit. Das
hat enorme Aus- und Folgewirkungen.
Die Gesellschaft ist sich der immensen Bedeutung eines gesunden Ohres
und damit des natürlichen Hörens vielfach nicht bewusst.
Hören ist ein tagtägliches Instrument, nein – eher minutiös,
fortlaufend ereignet sich etwas im Umfeld – Hören ist ein zentrales
Einflussereignis. Und wer nicht gut hört, muss tagtäglich mit
Beziehungsschwierigkeiten leben, die Verbindung zu Menschen ist gestört.
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Wir junge Schwerhörige
Schwerhörig zu sein ist eine Behinderung, dessen Auswirkungen sich die
Gesellschaft viel zu wenig bewusst ist. Sie bedeutet nicht, dass man
gar nicht oder nur leise hört. Ohne technische Hilfsmittel wären wir
in der Tat mehr oder weniger gehörlos. Eine Welt der Stille. Es
bliebe nur die fragende, suchende, verzweifelte, hektische, hilflose
Mimik oder Gestik. Oder die Gebärdensprache, um mit der Außenwelt zu
kommunizieren – es wäre aber eine kleine Außenwelt, denn wer
beherrscht schon die Gebärdensprache?
Dank moderner Hörhilfsmittel erleben wir dennoch Höreindrücke,
wenngleich die Technik das gute Hören nicht ersetzt oder dem nahe
kommt. Sicher gibt
es auch jene, die auch mit einer Hörtechnik keine Höreindrücke
erreichen - sie sind absolut gehörlos, taub.
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Und es geht doch!
Viele junge Schwerhörige konnten dennoch eines erreichen: eine
lautsprachliche Entwicklung. Dahinter steht jedoch ein langer und mühsamer
Weg, gekennzeichnet von vielen Entbehrungen, viel Aufopferung ,
enormer Kampfgeist und unerschütterlicher Wille. Dadurch hat sich die
Barriere zu der überwiegend guthörenden Welt reduziert und somit ist
auch der Zugang zu wichtigen allgemeinen gesellschaftlichen Inhalten
wie Ausbildung, Berufsziele usw. erheblich geebnet, wenngleich es
dabei weiterhin Grenzen gibt.
Guthörende können kaum nachvollziehen, was „nicht gut hören“
bedeutet, glaubt doch die Mehrheit, schlecht hören hat mit leiser Hören
zu tun – dem ist es jedoch nicht so!
Kristin, eine schwerhörige Freundin aus Deutschland hat die Idee, zu
zeigen, wie horcht sich ein Hörstück für einen Guthörenden an und
wie für einen Schwerhörigen. Ein genialer Versuch, Schwerhörigkeit
darzustellen. Die Hörprobe wir bald zu Kristins Homepage verlinkt.
Dass alle Hörprobleme mit einem Hörgerät oder Cochlea Implantat gelöst
sind, ist ein weit verbreiteter Irrtum! Und uns als Gehörlose zu
behandeln ist genauso ein Unsinn!
In den allermeisten Fällen ist Schwerhörigkeit eine Beeinträchtigung
in den Frequenzbereichen. Schwerhörigkeit wird dann zu einer
Katastrophe, wenn sich diese Störung vorwiegend in den
Frequenzbereichen der Sprache (ca.500 – 4000 Hertz) auswirkt, das
hat enorme Auswirkungen für die Betroffenen.
Wir junge Schwerhörige sind vielfach von Kindheit an schwerhörig
aufgewachsen oder ein Gehörschaden setze uns schon in jungen Jahren
zu. Noch ehe wir die gemeinsame Sprache, also die Lautsprache erlernt
und abgeschlossen haben, aus den Kindheitsschuhen entwachsen sind,
wurden wir mit einer elementaren Einschränkung unseres wichtigsten
Aufnahmesinnesorganes konfrontiert.
Unsere Schwerhörigkeit ist grundsätzlich mit einer Alterschwerhörigkeit
nicht zu vergleichen – der Hörschaden fällt zumeist gravierender
aus. Bis an die Taubheit grenzend mit nur noch marginalen Hörresten
stellt die letzte Stufe der Schwerhörigkeit dar. Aber verloren ist
man dennoch nicht!
Die jüngsten und jungen Schwerhörigen stehen vor einer starken,
immerwährenden Herausforderung mit sich und dem Umfeld. Ihrer Lernfähigkeit
wird durch das ganz andere Wahrnehmungsumfeld sehr viel abverlangt -
gerade in der Phase der frühkindlichen Entwicklung, dessen Phase die
lautsprachliche Entwicklung mit einbezieht. Schon sehr früh wird eine
Leistung abverlangt, die für Außenstehende unsichtbar und unerkannt
bleibt.
Für uns junge Erdenbürger bedeutete der Erwerb der Lautsprache eine
enorme Überwindungsbarriere, schließlich spielt das Ohr nicht so
richtig mit. Wir haben das Sprechen nicht so einfach gelernt, wie man
das sonst unter Kindern kennt. Sprechen lernen bedeutet immer
beisitzen mit Sprachpädagogen, vielmehr aber mit Eltern und ganz
wichtig das Mundbild als Unterstützung. Und grundsätzlich immer nur
im Zwiegespräch mit oftmaligen Wiederholungen und nur in ruhiger
Umgebung.
Die alleinige akustische Aufnahme ist nicht immer möglich, für das
Verstehen ist die visuelle Komponente für die Vervollständigung des
Hörens und Verstehens das Tüpfelchen auf dem i. Daraus resultiert die
Begabung vieler schwerhöriger junger Menschen, von den Lippen bzw.
dem Gesicht absehen zu können.
Dieser schwierige Entwicklungsprozess prägt einen jungen schwerhörigen
Menschen lebenslange und ist umgeben von enormen Barrieren. Das
Erlernen der Lautsprache gestaltet sich schwierig und zeitraubend. Mit
der Schwerhörigkeit hat man nicht die großartige Aufnahmefähigkeit
wie ein Guthörender. Und dennoch wird die Sprache mit einer
unheimlichen Perfektion erlernt, der Besuch einer Regelschule wird
erfolgreich angestrebt und im Berufsleben versuchen wir fest auf
beiden Beinen zu stehen.
Sicher: Nicht alles wird zu 100% aufgenommen. Während der Ausbildung
wird in unendlichen Stunden am Abend aufgeholt und aufgearbeitet.
Unsere Freizeit ist/war viel knapper bemessen, damit wir im tagtäglichen
Kampf mithalten können.
Die Probleme bestehen auch im Berufsleben weiter und verhindern allzu
häufig sich beruflich steigern zu können. Selbst in der Freizeit,
Familie und Partnerschaft bleiben Barrieren .
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Hören
ist ein zentrales Lebensereignis!
Das Ohr, das verbindende Organ – das soziale Organ. Hören und
verstehen verbindet Menschen und das bedeutet Dazugehören.
Das Umfeld läuft oftmals viel zu schnell ab, es ist gar nicht möglich,
alles mitzubekommen, oft wird schlampig und undeutlich gesprochen,
nicht immer ist direkter Blickkontakt möglich, nicht immer werden
Laute so klar und deutlich vernommen, der Umlärm überlagert das, was
wir mit Hörgeräten verstehen.
In ruhiger Umgebung verstehen wir grundsätzlich gut, aber in einer größeren
Gruppe ist dies schon schwierig. Dort, wo sich viele Menschen sammeln,
ist es für uns zu laut und wir benötigen eine etwas andere
Kommunikationstaktik. Die übliche schnelle Form der Kommunikation
macht uns oft zu Außenseiter.
So ist es Realität, dass wir Schwerhörige eher abseits der
Gesellschaft stehen, denn das Wort Kommunikation stammt aus dem
Lateinischen „communio“ = „gemeinsam“.
Damit wird klar, dass die Lebensqualität eines Schwerhörigen eine
andere ist als die eines Guthörenden, viele Schwerhörige ziehen sich
aus dem aktiven Gesellschaftsleben zurück. In dieser ungewollten
Einsamkeit ist die Gefahr einer geistigen Verkümmerung sehr groß, es
fehlen Möglichkeiten, sich der Welt zu öffnen.
Mit dem schnellen und lauten Leben unserer Umgebung lässt es sich
nicht immer mithalten. Hier unterliegen wir den Einschränkungen
unserer Hilfsmittel Hörgeräte bzw. Cochlea Implantate, weniger fehlt
es an der mangelnden Bereitschaft!
Viele Kinos, Messen, Kirchen, Veranstaltungen, Theater, Vorträge,
Weiterbildungskurse usw. sind für uns schwer nutzbare Einrichtungen.
Für uns sehr wohl interessierte und wissbegierige junge Menschen ist
dies eine Einschränkung unserer Lebensqualität. Dennoch machen wir
mit, weil auch wir Inhalte in unser Leben einbringen wollen, selbst
wenn wir immer wieder auf Schwierigkeiten stoßen. Immerwährendes
angestrengtes Zuhören, Verarbeiten, fehlende Worte im Text ersetzen,
der Informationsfluss kommt ins Stocken, man hinkt der Aktualität
nach, das führt zu erhöhter Anspannung und Anstrengung.
Wir unternehmen enorme Aufholjagden, um unser Defizit zu verkleinern.
Die Schädigung unseres Sinnesorganes OHR hat Auswirkungen auf den
Betroffenen.
Eine dauernde und erhöhte Konzentration des Schwerhörigen beim Hören
und Verstehen, das vielfach unvollständige oder auch das mehr oder
weniger falsch Verstanden werden/haben, die daraus resultierende Unsicherheit,
Zurückgewiesenheit, Verletztenseins, führt zu einer permanenten
Stresssituation.
Das kostet viel Energie, Energie die wir tagtäglich aufbringen müssen.
Und immer wieder müssen wir vieles einstecken.
Durch eine Hörbeeinträchtigung wird der Lern- und Lebensprozess
stark beeinflusst. Das führt zu anderen Erfahrungen als sie Guthörende
haben. Hier liegt auch der Grund für viele Missverständnisse. Es ist
ein anderes Auffassen. Schwerhörigkeit erlebt sich anders!
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D A N K S A G U N G
Die gemeinsame Sprache verbindet Menschen. Mit Hören und Verstehen
ist eines verbunden - DAZUGEHÖREN.
Der Kampf hat begonnen mit einer ungeheuren, fassungslosen Diagnose
– das Kind ist hörgeschädigt oder taub. In der Folge das Ringen
mit den Ärzten, nicht selten auch mit Hörgeräteakustiken. Dahinter
die unsägliche Angst, ob tatsächlich das Beste für das schwerhörige
Kind geschieht und eine Erfahrung, dass nicht immer die wirklichen
Fachleute am Werk sind.
Die frühzeitige hörtechnische Anpassung von Hörgeräten bzw.
Versorgung mit Cochlea-Implantaten und eine entsprechende umfassende
Frühförderung war vor zehn, zwanzig, dreißig Jahren noch kein Thema und leider
ist sie auch heute noch nicht wirklich Standard. Die Ausnutzung aller
vorhandenen Hörreste wird selbst heute noch nicht immer als vorrangig
gesehen.
Endlich muss einmal gesagt werden, dass die Entwicklung hin zu einem
Leben mit der Schwerhörigkeit statt zu einer gehörlosen Welt nur der
Weitsicht und dem Willen unserer Eltern zu verdanken ist.
Mit ein paar Stunden wöchentliches auf das einzelne Kind abgezieltes
Sprachtraining mit Logopäden ist keine große lautsprachliche
Kompetenz zu erreichen. Sprache lernen, Sprechen lernen muss immer und
dauernd intensiv im Alltag geübt werden. Keine Einrichtung, kein
Experte hat oder nimmt sich diese Zeit, dies bewirken meist nur
Eltern.
Somit ist unsere besondere Entwicklung nicht von Logopäden und
Fachleuten allein bestimmt worden, sondern vom besonderen Einsatz
unserer Eltern, sie sind tragende Säule für den Erfolg ihres Kindes.
Umso bemerkenswerter ist, dass viele der schwerhörigen erwachsenen
Menschen von heute, die sich nun in „Junge Stimme“ sammeln, eine
sprachliche Perfektion erreichen konnten.
Wir danken unendlich unseren Eltern, dass sie uns lautsprachlich
orientiert erzogen haben. Ohne den intensiven und hartnäckigen persönlichen Einsatz
(allen voran unsere Mütter), würden viele junge Schwerhörige nicht
tadellos sprechen und sich so gut ausdrücken können. Damit schaffen
sie DIE Schnittstelle zu den Menschen ihrer Umgebung.
Dahinter stecken unglaubliche Entbehrungen, Mühsal, Aufopferung,
gepaart mit einer Mischung zwischen anfänglichem Schock und späterem
Kampfgeist, Zweifel und Erfolg, Erschöpfung und Energie, Missmut und
Freude, Zukunftsängste und Zukunftsvisionen – aber kein Aufgeben.
Eine immerwährende „Gefühlsachterbahn“, die nur betroffene
Eltern kennen und wissen, die oftmals sogar das Familienleben auf eine
sehr harte Probe gestellt hat. Für Außenstehende unsichtbar sind
unsere Eltern, die immer an uns geglaubt haben.
Mit einer lautsprachlich orientierten Erziehung ist mehr als die halbe
Miete für unser weiteres Leben als Schwerhörige geleistet –
materiell NIE aufzuwiegen. Nichts ist für Eltern beruhigender, als zu
wissen, mein Kind ist selbstständig, mein Kind kann eigenständig
leben und ist nicht immer auf jemanden angewiesen. Wer will das schon?
Die Barriere zu den Guthörenden ist damit erheblich abgebaut, wenn
auch nicht vollständig. Der Zugang zu den alltäglichen Dingen des
Lebens, der selbständigen Kommunikation ist eine Voraussetzung für
das Berufsleben, ein Pfeiler für das eigenständige und selbstständige
Leben.
Wir danken unseren vielen Lehrern, Pädagogen, Ausbilder, welche uns
unterstützt haben, dass wir eine reguläre Schule besuchen konnten
und bei manchen Schwächen im Unterricht ein Auge zudrückten, um uns
nicht scheitern zu lassen.
Wir danken unseren Freunden, die uns mittragen und uns das Gefühl
gaben und geben, dass wir nicht alleine sind..
Dank an unsere Arbeitgeber und Arbeitskollegen, die uns einbinden in
die Arbeitswelt und uns teilnehmen lassen an der leistungsorientierten
Gesellschaft.
Danke an alle, die uns weiterhin einbinden wollen, damit wir DAZUGEHÖREN.
Das Wort Integration ist ein Schlagwort für den Gesetzgeber, ein
Trendwort für den aktuellen Zeitgeist, das kann man gut verkaufen.
Aber: Integrieren muss man ja nur etwas, was man vorher ausgeschlossen
hat!
Viele junge erwachsene Schwerhörige in unserer Gemeinschaft „Junge
Stimme“ sind in einer Umgebung aufgewachsen, wo Integration – weil
selbstverständlich - noch ein Fremdwort war. Wir waren und sind
weiterhin in der guthörenden Gemeinschaft eingebunden, wir haben
besondere Bedürfnisse, aber wir sind nicht anders. Wir gehören dazu,
spontan, ohne Druck und ohne Zwang. Das ist erlebte Gemeinschaft!
Redaktion: Harald Pachler
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(C) Junge Stimme